Grüße, Ehrungen und Tanz zum Neujahrsempfang

Auch in diesem Jahr luden der Gewerbeverein Rödertal und Umgebung e.V. und die Stadtverwaltung Großröhrsdorf zum traditionellen Neujahrsempfang ein.

Rund 100 Unternehmer, Vereinsmitglieder und interessierte Bürger waren der Einladung in die eigens für diesen Anlass festlich geschmückte Halle am Rödertalstadion gefolgt.

Ralf Buschan, Vorsitzender des Gewerbevereins Rödertal e.V., begrüßte alle Gäste und gab einen Überblick über die Arbeit des Gewerbevereins im vergangenen Jahr sowie über die geplanten Vorhaben im Jahr 2026. Entsprechend seinem Leitspruch „Wir machen uns stark für die Region!“, leistete der Gewerbeverein viel für das Rödertal. Der Neujahrsempfang und der Tag der Ausbildung organisiert durch die Gewerbetreibenden gehören mittlerweile zum festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders in Großröhrsdorf. Aber auch mit dem Entenrennen zur Bretniger Kirmes, unmittelbarer Hilfe bei den Vorbereitungen des Oktoberfestes und einem Stand zum Weihnachtsmarkt brachte der Gewerbeverein sich aktiv ein. Natürlich sollen diese Aktionen auch im Jahr 2026 fortgeführt werden. Das Engagement auf dem neuen Spielplatz an der Walther-Rathenau-Straße ist auch noch nicht abgeschlossen. Im vorigen Jahr stellte der Gewerbeverein hier ein rustikale Holzsitzgruppe auf. In diesem Jahr sollen noch sieben Outdoor-Fitnessgeräten und 10 neue Sitzbänke hinzukommen. Des Weiteren stellte der Verein im vergangenen Jahr drei Bücherzellen in den Ortsteil auf, so dass Lesefreunde auch hier gut versorgt sind mit neuem Lesestoff.

Bürgermeister Stefan Schneider schaute in seiner Rede mit Tatendrang auf das Jahr 2026. Er setzte der aktuellen weltweiten politischen und finanziellen Misslage, eine schlanke Verwaltung, niedrige Gebühren sowie Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Sportstätten entgegen, um die Lebensqualität in unserer Stadt beizubehalten und die Wirtschaft zu fördern. Demnach fließen 9 Mio. € in die neue Sporthalle am Stadion, 500.000 € investiert die Kommune in den Straßen- und Brückenbau und zwei Fahrzeuge im Gesamtwert von über 1 Mio. € sollen angeschafft werden. Aber auch Traditionen und Feste, die im Rödertal verwurzelt sind, sollen erhalten bleiben und das Ehrenamt gestärkt werden.

Auch Landrat Udo Witschas bat um Zuversicht. Das Jahr 2025 hat gezeigt, was im Landkreis Bautzen möglich ist, wenn man dranbleibt. Von großen Investitionen in Wirtschaft und Infrastruktur über neue Projekte im Rettungsdienst bis hin zu starken Impulsen in Bildung und Gesundheit. Für 2026 gibt es genauso klare Ziele: weiterer Breitbandausbau, bessere Verbindungen im ÖPNV, Fortschritte im Lausitzer Seenland, Investitionen in Schulen, Kreismusikschule und Rettungswachen. Laut Landrat Witschas steht Großröhrsdorf dabei gut da: „gute Lernbedingungen, ein gefragtes Sportareal und eine Kommune, die sich entwickelt.“

Nach einer Videobotschaft der Landtagsabgeordneten Elaine Jentsch und dem Grußwort von Pfarrer Tobias Schwarzenberg, vorgetragen von Stadtsprecherin Anja Kurze, wurden drei Großröhrsdorfer stellvertretend für ihr ehrenamtliches Engagement mit der Ehrenamtsmedaille der Stadt ausgezeichnet.

Vom Heimatförderverein Bretnig-Hauswalde e.V. wurde Paul Liebold für die Auszeichnung „Verdientes Ehrenamt“ vorgeschlagen. Paul Liebold sprach in der Corona-Zeit den Heimatförderverein an, mit dem Ziel, den Jugendclub in Hauswalde zu reaktivieren. Dafür organisierte er mit einer stetig anwachsenden Zahl an Gleichgesinnten die Renovierung der Räumlichkeiten, so dass dieser Platz zum Anlaufpunkt für viele unterschiedliche Jahrgangsgruppen wurde. Auch den Umzug des Jugendclubs in sein Ausweichsquartier und späteren Rückzug in das Bürgerhaus „Alte Schule“ in Hauswalde organisierte er maßgeblich mit. Seit 2022 ist er stellvertretender Vorsitzender des Heimatfördervereins und trägt hier die Hauptverantwortung für die Jugendarbeit. So organisierten er und sein Team mehrere erfolgreiche Veranstaltungen wie das Open Air in Hauswalde und die Festivitäten rund um das 30jährige Jubiläum des Jugendclubes im vergangenen Jahr. Ebenso bringt sich Paul Liebold aktiv in andere Vereine mit ein. Seit 2019 ist er Mitglied der Sportgemeinschaft Kleinröhrsdorf. Hier betreut er die Computertechnik und wirkte bis 2025 im erweiterten Vorstand mit. Seit 2023 ist er Leiter der 2. Mannschaft im Kegeln. Und auch wenn es in Großröhrsdorf brennt, rückt Paul Liebold mit aus, denn seit dem 09.09.2016 ist er ein Kamerad der Stadtteilfeuerwehr Bretnig-Hauswalde. Seine Fortbildungen befähigen ihn hier zum Gruppenführer, dadurch übernimmt er aktiv Verantwortung für seine Kameraden. Des Weiteren ist Paul seit 2024 Bekleidungswart der Stadtfeuerwehr Großröhrsdorf. Er ist der „Kopf“ hinter den offenen Adventen, an denen sich die Stadtteilfeuerwehr Bretnig-Hauswalde beteiligt. Paul Liebold ist mit seinem vielfältigen, ehrenamtlichen Engagement für die Gemeinschaft ein Vorbild ist, dem hoffentlich viele junge Menschen folgen.

Des Weiteren wurde Anke Cords-Miersch aus Kleinröhrsdorf für ihr Wirken ausgezeichnet. Sie ist kein Mitglied in einem Verein, aber wenn sie unterstützen kann, dann ist sie verlässlich zu beinahe jeder Tages- und Nachtzeit da. Sie steht nicht in der ersten Reihe, doch oft genug am Verkaufsstand, wenn für den guten Zweck Geld gesammelt wird; ob bei der Kleinröhrsdorfer Kindersachenbasar oder zum Weihnachtsmarkt am dritten Advent. Sie sang im Kirchenchor, musizierte im Spielmannszug und half mit das traditionsreiche Schneemannverbrennen vor wenigen Jahren in Kleinröhrsdorf wiederzubeleben. Sie war mit vielen anderen dabei, als die Kleinröhrsdorfer im vergangenen Herbst beim Vereinsspiel des MDR eine 900 Meter lange Kette aus Menschen und Drachen bildeten und so das Spiel gewinnen konnten. Und, und, und …

Für die dritte Person, die an diesem Abend ausgezeichnet werden sollte, war es eine Überraschung. Als Mitorganisator des Neujahrsempfanges war man sich ganz sicher, dass er anwesend sein wird: Herr Ralf Buschan, Vorsitzender des Gewerbevereins Rödertal e.V. Seit 2008 ist er Mitglied im Verein. Seit 2011 bringt er sich ehrenamtlich im Vorstand ein; 2014 übernahm er den Vorsitz. Auch wenn seine Freizeit als Geschäftsführer eines ortsansässigen Stahl- und Metallbauunternehmens knapp bemessen ist, schafft er es, sich auf vielfältigste Weise bei der Planung und Durchführung der verschiedensten Veranstaltungen des Gewerbevereins zu engagieren. Und der neue Spielplatz hier an der Oberschule wäre ohne seine Grundsatzentscheidung mit seiner Geschäftsführerin „Ja, wir machen das!“ und seine in der Folgezeit aufgezeigte Initiative vielleicht überhaupt nicht, aber sicher nicht in diesem kurzen Zeitfenster möglich gewesen. Als Masters-Weltmeister von 2015 und Europameister im Superschwergewicht 2017 bringt er seine Wettkampferfahrungen sowie Nervenstärke im Gewerbeverein ein. Mit seiner ruhigen und ausgeglichenen Art wusste er daher schon so manches Problem mit Abstand zu betrachten und pragmatische Lösungen zu finden.

Im Anschluss an den Neujahresempfang lud der Gewerbeverein Rödertal und Umgebung e.V. zum Neujahrstanz in die Festhalle ein. Regionale DJs und leckere Cocktails sorgten für beste Stimmung und beschwingte Tanzbeine bis weit nach Mitternacht.

Paul Liebold (2.v.l.), Ralf Buschan (4.v.l.) und Anke Cords-Miersch (5.v.l.) wurden zum Neujahrsempfang für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnetzoom
Paul Liebold (2.v.l.), Ralf Buschan (4.v.l.) und Anke Cords-Miersch (5.v.l.) wurden zum Neujahrsempfang für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet

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