Jagdwilderei

In den Gemeindefluren Bretnig Süd und Großröhrsdorf gibt es wiederholt einen zweiten konkreten Fall von Jagdwilderei und mehrere Hinweise auf versuchte Wilderei bzw. ungeklärte Schüsse in der Nacht.

Der bzw. die Täter sind vornehmlich in der Mondphase unterwegs und schießen Rehwild auf den Feldflächen. Der Fall Kusel (Rheinland-Pfalz) hat mehr als verdeutlicht, welches Gefahrenpotenzial und welche kriminelle Energie in diesem Täterkreis nachzuweisen ist.
Grundsätzlich ist die Wilderei immer ein Verstoß gegen § 17 TierSchG, da es an einem vernünftigen Grund (§17 Nr. 1 TierSchG) zum Töten eines Wirbeltieres fehlt. Ebenfalls wird das Fangen bzw. Erlegen mittels Schlingen oder Pfeil und Bogen sowie kleinkalibrigen Waffen, die nicht den Voraussetzungen des §19 Nr. 2 BJagdG entsprechen, gegen § 17 Nr. 2 TierSchG verstoßen. Sofern das Wildbret verkauft wird, kommt der Straftatbestand der Hehlerei (§ 259 StBG) in Betracht. Das Strafmaß liegt zwischen einer Geldstrafe in einfachen Fällen und einer maximalen Haftstrafe von drei Jahren. In besonders schweren Fällen (§ 292 Abs. 2 StGB) bei einer Haftstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren.
Sachdienliche Hinweise zu diesen Fällen nimmt das Ordnungswesen der Stadt Großröhrsdorf unter Tel. 035952-28325 entgegen.
Die Jagdpächter bitten alle Bürger von Großröhrsdorf und seinen Ortsteilen um aktive Unterstützung, die zur Aufklärung dieser Straftaten führt. Bitte melden Sie Ihre Beobachtungen (nächtliche Schüsse, PKWs, welche nachts bzw. zu Unzeiten die Feldflure befahren u.ä.)!

Stadtverwaltung Großröhrsdorf   Rathausplatz 1   01900  Großröhrsdorf