Riesenbärenklau breitet sich an der Röder aus

Eine Pflanze bildet im Jahr zwischen 20.000 und 40.000 Samen. Seine XXL-Dolden ähneln den Dolden des heimischen Wiesen-Kerbel sind nur ein Vielfaches größer. Vom Wind können sie bis zu 100 Meter weit verbreitet werden, von Tieren und Flüssen aber kilometerweit

Die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Pflanze gehört zu den invasiven Arten, verdrängt heimische Pflanzen und ist gefährlich. Der Pflanzensaft führt in Kombination mit Sonnenlicht zu schweren Verätzungen auf der Haut.

Bekämpfungsmethoden

Regelmäßige Mahd führt nicht zum Absterben der Pflanzen. Erstes Ziel der Bekämpfung muss sein, die Samenreife zu verhindern. Abgeschnittene Blütendolden und Wurzeln müssen unbedingt sicher entsorgt werden, da auch abgeschnittene Blüten zur Samenreife gelangen. Blüten- und Samendolden sind durch Verbrennen oder durch Vergären (Biogasanlagen) bei hohen Temperaturen sicher zu vernichten. Standorte sind unabhängig von der durchgeführten Bekämpfungsmethode über viele Jahre weiter zu beobachten und gegebenenfalls nachzubehandeln. Da eine Pflanze erst im Alter von 3 Jahren blüht und anschließend abstirbt, ist ein Ausgraben im Jugendstadium im Frühjahr bzw. Herbst besonders einfach und effizient. Sofern Pflanzen während der Blüte gemäht werden, bzw. Blütendolden zur Bekämpfung abgeschnitten werden, müssen die Pflanzen nach ca. 2 – 4 Wochen nachkontrolliert werden, da Nachblüten gebildet werden.
ACHTUNG: Es muss auf jeden Fall Kleidung getragen werden, die den Körper vollständig bedeckt. Der Pflanzensaft bewirkt schon bei Berührung im Zusammenwirken mit Sonnenstrahlung schwere Verbrennungen. Schutzbrille tragen, denn Augenkontakt mit Pflanzenteilen kann zum Erblinden führen. Wenn der Pflanzensaft die Augen erreicht, sofort mit Wasser ausspülen!

Eine gesetzliche Bekämpfungspflicht des Riesenbärenklaus gibt es in Deutschland nicht. Jedoch sollten Stauden an Orten, an denen eine unmittelbare Gefahr für Menschen vorhanden ist (z. B. Kindergärten, Schulen, Parks, Friedhöfe, Wanderwege), umgehend und dauerhaft beseitigt werden. Hier besteht eine besondere Verantwortung der Nutzer bzw. Eigentümer von Grundstücken, die Möglichkeit der Gefährdung von Menschen durch Riesenbärenklau auszuschließen.

Weitere Informationen finden sie im Internet unter
Der Riesen-Bärenklau - Publikationen - sachsen.de

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