Wie der Nikolaus uns Wärme bringt

Wenn die 1. Kerze brennt, ja, dann ist Advent – und die Ev.-Luth. Kindertagesstätte „Agnesheim“ feierte ihren 11. Geburtstag!

Am 1. Advent 2019 gestaltete das Agnesheim in der Großröhrsdorfer Kirche traditionell den Familiengottesdienst und widmete sich dieses Mal dem Nikolaustag.

So nahmen uns die Kinder und das Team des Agnesheims auf eine Reise in das historische Myra (das heutige Demre in der Türkei) mit und erzählten in Liedern und im Spiel vom Bischof Nikolaus. Denn der liebenswürdige Mann, der unsere geputzten Stiefel mit Süßigkeiten, Nüssen und Lebkuchen füllt, ist durch andere gute Taten in die Geschichte eingegangen und lebt deshalb in dieser schönen Tradition weiter. Wir erfuhren, wie dieser heilige Mann eine ganze Stadt vor einer Hungersnot bewahrte. In Myra hatte eine lange Trockenzeit die Ernte vernichtet und die Menschen hungerten furchtbar. Da trug es sich zu, dass im Hafen ein Schiff vor Anker ging, das große Mengen Getreide für den Kaiser in Konstantinopel transportierte. Die Menschen liefen zum Hafen und machten den Seeleuten klar: „Wir haben Hunger! Bitte gebt uns von eurem Getreide!“ Den Matrosen taten die Menschen von Herzen leid, aber sie fürchteten sich vor der Strafe des Kaisers, und so waren sie unschlüssig. Was sollten sie tun? Der Bischof erfuhr davon, eilte sofort zu den Seeleuten und bat sie, wenigstens etwas vom Korn für die hungernden Menschen abzuladen. Nikolaus versprach ihnen, dass nichts von dem Getreide fehlen würde, wenn sie in Konstantinopel ankämen. Gott würde alles auffüllen. Schließlich hörten die Matrosen auf ihr Herz und glaubten den Worten des Bischofs. Sie gaben einen Teil des Korns an die Bevölkerung Myras, damit sie Brot backen und Getreide aussäen konnten und setzten ihre Reise fort. Tatsächlich fehlte am Ende nichts von ihrer Ladung und sie wurden Zeuge der Gnade Gottes.

Kita Agnesheim in der Großröhrsdorfer Kirche zoom

Mit dieser wahren Geschichte, die als das Kornwunder bekannt wurde, zeigten uns die Kinder des Agnesheims, dass wir nichts verlieren, wenn wir anderen etwas abgeben. Indem wir teilen, wird die Welt reicher. Und wenn wir unserem Gegenüber etwas schenken – sei es auch nur ein Lächeln – wärmt das nicht nur das Herz des Beschenkten. Auch in uns wird es ganz warm.

In diesem hellen, fröhlichen Gottesdienst sangen Klein und Groß von der lichtvollen Adventszeit, begrüßten den Nikolaus und seine Gaben und erinnerten uns daran, wofür Weihnachten steht: Es ist nicht nur die Vorfreude auf ein wundervolles Fest, sondern eine Zeit, in der wir uns wieder mehr verbunden fühlen, mit der Liebe in uns und mit den anderen Menschen.

Wir tragen das Bild des heiligen Nikolaus, das die Kinder und das Team des Agnesheims in ihrem Stück so liebevoll gezeichnet haben, mit nach Hause und wärmen uns daran. Und wir machen uns bewusst, dass die Liebe, die dieser Mann in seinem Tun gezeigt hat, jederzeit auch durch uns sprechen kann. Denn sie ist immer da, sie ist immer in uns und möchte sich durch uns ausdrücken. Wir müssen es nur erlauben. So machen wir die Welt mit jeder liebevollen Handlung ein klein wenig wärmer.

Wir danken allen Beteiligten für diesen berührenden Gottesdienst und wünschen eine besinnliche Adventszeit und frohe Weihnachten!

Der Elternrat der Ev.-Luth. Kindertagesstätte „Agnesheim“

Kita Agnesheim in der Großröhrsdorfer Kirchezoom

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